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WERKSELFEN UNTERLIEGEN DEUTLICH IN BENSHEIM/AUERBACH

Im Kampf um Tabellenplatz vier müssen die Bundesliga-Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen einen Rückschlag verarbeiten. Sie verloren bei der HSG Bensheim/Auerbach deutlich mit 20:30 nach 7:16-Pausenrückstand. Zeitnah nach dem Spiel fehlten Leverkusens Coach Robert Nijdam noch die Worte: “Das muss ich nun erst einmal in aller Ruhe analysieren. Fakt ist, dass uns nichts gelingen wollte, egal was wir auch versucht haben.” Kim Berndt, kommende Saison für Buchholz-Rosengarten aktiv, war Bayers beste Schützin mit sieben Treffern. Für die Gastgeberinnen traf Julia Maidhof sieben Mal; Merel Freriks und Lisa Friedberger waren jeweils sechs Mal erfolgreich. Bayer musste somit Buxtehude vorbeiziehen lassen und rutschte auf Rang fünf ab.

Ein paar Zahlen liefern zumindest einmal Ansatzpunkte für Erklärungsversuche: Die Werkselfen erzielten im ersten Durchgang gerade mal sieben Tore und damit so wenig, wie in keiner anderen Halbzeit in dieser Saison. In der ersten Viertelstunde landete der Ball nur drei Mal im Netz der Bensheimerinnen, was auch daran lag, dass Joanna Rode, Jennifer Rode und Mia Zschocke in dieser Zeit drei Siebenmeter vergeben hatten – etwas, das in dieser Form in den vergangenen Jahren auch nicht all zu oft passiert sein dürfte. Insgesamt leisteten sich die Gäste 25 Fehlwürfe aus allen Lagen heraus, davon allein 16 vor der Pause. Hinzu kommen 19 Ballverluste, die man sich freilich selbst gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellenbereich nicht erlauben darf. Auch die Zahl von insgesamt sieben kassierten Kontertoren weist auf einen Schwachpunkt an diesem gebrauchten späten Nachmittag hin.
Dabei hatte es mit dem Führungstor durch Joanna Rode gut begonnen. Danach aber kassierte man direkt fünf Treffer in Folge, was spürbar für Verunsicherung sorgte. Schnell war Nijdam gezwungen, an etlichen Stellschrauben zu justieren. Schien die eine dann zu funktionieren, begann die nächste zu wackeln. “Es klappte einfach nichts”, so Nijdam. Mit dem 6:15 nach 29 Minuten lagen die Elfen erstmals mit neun Toren im Hintertreffen. Daraus wurden unmittelbar nach dem Seitenwechsel schnell zehn. Statt einer Aufholjagd der Gäste bekam das diesmal nicht in üblicher personeller Stärke erschienene Publikum ein nahezu unverändertes Bild zu sehen. Zwar mischte nun in Reihen der Elfen Zivile Jurgutyte mit, die eigentlich noch geschont werden sollte, doch auch sie konnte nur kurzfristig die Offensivaktionen ihres Teams ordnen. Spätestens nach dem 23:12 für die “Flames” in der 44. Minute gab es keinen Zweifel mehr daran, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Daran änderte auch der nervenstarke Auftritt von Kim Berndt, die fünf Siebenmeter in Folge verwandelte, nichts mehr.

TSV Bayer 04:  Kurzke, Fehr – Berndt (7/5), Jo. Rode (5), Je. Rode (2), Jurgutyte (2), Zschocke (2), Hodel (1), Bruggeman (1), Berger, Potocki, E. Rode, Kämpf, Souza.

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