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26:29 BEIM THÜRINGER HC - STARKER AUFTRITT DES WERKSELFEN-RUMPFKADERS TROTZ NIEDERLAGE

Die Bundesliga-Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen unterlagen beim mit Klassenprimus Bietigheim punktgleichen Tabellenzweiten Thüringer HC mit 26:29 nach 14:13-Pausenführung. Das Endergebnis allein mag jetzt nicht so wirklich verwundern.

Hält man sich aber vor Augen, dass neben einem Quintett von nicht einsatzfähigen Spielerinnen, von dem man bereits im Vorfeld wusste, auch noch in Zivile Jurgutyte und Jennifer Rode zwei wichtige und torgefährliche Rückraumakteurinnen kurzfristig verletzungsbedingt passen mussten, erregt das Wie der knappen Niederlage schon Interesse. Beste Schützinnen für die Werkselfen waren Kim Berndt mit sieben und Annefleur Bruggeman mit sechs Toren. Für den THC kamen Alicia Stolle, Iveta Luzumova und Emily Bölk auf jeweils sieben Treffer.

Die knapp 1.300 Zuschauer in Nordhausen rieben sich bisweilen erstaunt die Augen, denn der verbliebene Elfen-Rumpfkader leistete nicht nur erbitterten Widerstand, sondern lag lange Zeit selbst immer wieder in Führung. Mit 5:2 führte Bayer nach acht Minuten und ließ bereits erkennen, dass man nicht gewillt war, sich einfach so in sein Schicksal zu ergeben. Als der Vorsprung der bis dahin tadellos agierenden Gäste kurz nach der ersten THC-Auszeit in der zwölften Minute durch einen Treffer von Elaine Rode sogar auf vier Tore angewachsen war (7:3), dachte manch einer vielleicht schon an eine große Überraschung. Doch eine Mannschaft von solcher Qualität wie die des THC weiß auf so etwas zu reagieren. In der 20. Minute egalisierten die Gastgeberinnen erstmals nach dem 1:1 wieder zum 8:8 und gingen kurz darauf dann auch in Führung. Doch wer nun dachte, die Elfen würden einbrechen, sah sich gewaltig getäuscht. In dieser Phase war es vor allem die druckvoll agierende Xenia Hodel in ihrem bislang besten Spiel im Bayer-Trikot, die Verantwortung übernahm, selbst erfolgreich abschloss oder ihre Kolleginnen in Szene setzte. Somit war die Pausenführung der Gäste zwar überraschend, aber gewiss nicht unverdient.

Auch nach dem Seitenwechsel ergab sich zunächst ein in etwa gleiches Bild. Leverkusen legte vor, immer wieder auf zwei Treffer, und der THC kämpfte sich wieder heran, 15:17 (39.), 17:19 (43.). Dann traf der Thüringer HC drei Mal in Folge. Nun schlugen die Elfen immer zurück und gingen tatsächlich in der 51. Minute durch Annefleur Bruggeman wieder in Führung (22:23). Viereinhalb Minuten vor dem Ende stand es noch pari (26:26), ehe der THC mit einem Kraftakt entscheidend davonzog.
”Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft, die extrem diszipliniert gespielt und sich stets an den Matchplan gehalten hat. Wir haben sehr stark verteidigt und vieles, was wir uns vorgenommen hatten, klasse umgesetzt. Diese Leistung hat mich sehr gefreut. Zudem möchte ich ausdrücklich die Top-Schiedsrichter loben, die ihr Teil dazu beigetragen haben, dass sich ein geiles Spiel entwickelt hat”, resümierte Bayers Trainer Robert Nijdam, der am kommenden Sonntag (16 Uhr) mit seinem Team in der Ostermann-Arena auf die nun mit den Elfen punktgleiche HSG Blomberg-Lippe treffen wird. Der Traum von Platz fünf lebt also trotz aller Unwägbarkeiten weiter. 

TSV Bayer 04: Kurzke, Fehr – Berndt (7/2), Bruggeman (6), Hodel (5), E. Rode (3), Zschocke (2), Souza (2), Potocki (1), Jo. Rode, Kämpf.

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